Wanderung zum Olymp 2015

Fit und Fun auf dem Weg zum Thron der Götter – oder von Poseidon zu Zeus

Nach langer und intensiver Vorbereitung der beiden Organisatoren Frank Schneider und Harald Efthymiou, machten sich am Freitag, 28.06.2019 zehn verwegene Teilnehmer vom Baden Airpark auf den Weg nach Thessaloniki. Vom Flughafen ging es noch gut eine Stunde mit dem Mietwagen weiter nach Plaka bei Litochoro zu unserem Hostel Summit Zero, welches als Basislager für unser Vorhaben dienen sollte. Den Nachmittag verbrachten wir am nur 200 m entfernten Strand, wobei bei jedem Teilnehmer die Vorfreude, aber auch die Anspannung stieg.

Am Samstagmorgen war es dann endlich soweit. Von Litochoro (290 m ü. d. M.) nahe Plaka starteten wir auf dem Wanderweg E4 in Richtung Olymp. Durch die landschaftlich sehr schöne, aber auch etwas anspruchsvolle Schlucht des Enipeas ging es hinauf nach Prionia. Dieser Teilabschnitt, der durchaus Ähnlichkeiten mit Wanderungen im Schwarzwald aufwies, bot uns immer wieder herrliche Ausblicke in Richtung Litochoro und auf das Meer. Nach einer Pause in Prionia, brachen wir am frühen Nachmittag in Richtung Ref. Spilos Agapitos, unserem Etappenziel, auf. Diese, auf einem kleinen Felsvorsprung auf 2060 m Höhe gelegene Hütte, bestehend aus einem herrlichen steinernen Gebäude, diente uns als Übernachtungsstätte. Glücklich und erschöpft kamen wir nach elf Stunden, 19 Kilometer Fußweg und knapp 2.100 zurückgelegten Höhenmeter Aufstieg an der Hütte an.
Die zweite Etappe führte uns hinauf zum ersten Gipfel, dem 2.866 m hoch gelegenen Skala. War bis hierher überwiegend Kondition und Ausdauer gefragt, musste nun auch Konzentration, Fertigkeit und etwas Überwindung bewiesen werden. Vom Skala ging es weiter auf das Dach des Olymps, dem 2.918 m hohen Mytikas. Zwischen beiden befindet sich der Kakaskala, ein Grat, über den der Mytikas durch leichte Kletterei erreicht werden kann. Unser Ziel, die Besteigung des höchsten Bergs Griechenlands war erreicht. Ein unbeschreibliches Gefühl zwischen Glück, Stolz und Erleichterung machte sich unter uns breit. Der schwierigste Teil unserer „Wanderung“ stand uns aber noch bevor. Der Abstieg ins 1.100 m hoch gelegene Prionia. Über eine Felsspalte ging es rückseitig des Mytikas hinab zum Ref. G. Apostolidis. Nach einer kurzen Stärkung ging es über eine Felswand und einem Geröllfeld weiter abwärts. Die letzten ca. 1.100 Höhenmeter Abstieg verliefen durch ein steil abfallendes Waldgebiet, dass uns aber immerhin Schatten spendete. Nach zehn kräftezehrenden Stunden kamen alle Teilnehmer überwältigt von den Eindrücken der letzten beiden Tage heil in Prionia an. Zehn Kilometer Fußweg, bei einem Aufstieg von 850 und einem Abstieg von 1.800 Höhenmeter wurden dabei erfolgreich zurückgelegt.

Am nächsten Morgen ging es von Thessaloniki wieder zurück in die Heimat.
Unvergesslich bleiben dabei sicherlich auch die gemeinsamen Abende, bei denen man in gemütlicher Runde, netten Gesprächen und einem Glas Ouzo den Tag Revue passieren ließ. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die beiden Organisatoren für die vier herrlichen Tage.

Vielen Dank an Frank Beeren, der den schönen Bericht verfasste!

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