Wutachschlucht Wanderung

Drei Tage Schluchtensteig

Unsere Tour in der Wutachschlucht beginnt in Weizen bei Stühlingen. Von hier aus führt uns nach einem kurzen Anstieg ein herrlicher Steig, der durch die vielen Wurzeln auf dem Weg und wegen seiner Ausgesetztheit stark an alpines Gelände erinnert und deshalb auch schon einige Trittsicherheit erfordert, durch die Schlucht. Strahlender Sonnenschein begleitet uns auf dem Weg an Blumberg vorbei nach Zollhaus, wo schon die Sauschwänzlebahn auf uns wartet, die uns zurück nach Weizen bringt. Auf der Fahrt bestaunen wir die geniale Ingenieurbaukunst und natürlich die schöne Landschaft, durch die sich unser Zug schlängelt. Eine kurze Fahrt nach Ewatingen und wir sind im Gasthaus Hirschen, unser Quartier für die nächsten 2 Nächte. Beim Abendessen in einem nahegelegenen Hotel treten bei manchen ungeahnte Talente als Fliegenfänger zu Tage.

Am nächsten Morgen sind wir mit dem Wutachranger Martin Schwenninger verabredet. Während wir durch die Lodenbachklamm und weiter von der Schattenmühle bis zur Wutachmühle wandern, erzählt er uns viel Interessantes und Wissenswertes über die Schlucht. Buntsandstein, Gips, Muschelkalk und Keuper sind die vorherrschenden Gesteinsarten, durch die wir kommen. Die frühere landwirtschaftliche Nutzung war durch sie stark beeinflusst. Mühlenreste und damit entsprechende Berufe wie der des Gipsmüllers oder des Getreidemüllers zeugen von einer starken wirtschaftlichen Nutzung dieses engen Tales. Von einem  interessanten Kapitell gesellschaftlichen Lebens hören wir bei der Thermalquelle bei Bad Boll. Nur noch eine Kapelle erinnert an das damalige Kurzentrum mit Kurhaus, Hotel und Promenade wo wohlbetuchte englische Bürger Erholung und Vergnügen suchten. Am Abend genießen wir ein besonderes Highlight der Tour. Eine Schnapsprobe bei Annas Bruder in Bräunlingen. Sehr fachkundig weiht er uns in die Geheimnisse eines guten Schnapses ein und die Stimmung steigt mit jedem dieser Qualitätserzeugnisse, denn es sind einige prämierte Destillate dabei, die hervorragend schmecken. Auf der Heimfahrt ins Gasthaus erklingt noch aus einem Chor rauer Kehlen und einer Lerche ein Geburtstagsständchen für Dieter.

Der nächste Tag beginnt entsprechend mit Kuchen und Sekt zum Frühstück. Ein stetiges Auf und Ab mit herrlichen zum Teil atemberaubenden Tiefblicken entlang der Wutach von der Schattenmühle aus bis nach Lenzkirch beschert uns wieder eine Traumtour. Bei einem zünftigen Vesper in Schwarzenberg beschließen wir unsere 3 Tage schon mit der Vorfreude auf das nächste Jahr, das uns hoffentlich wieder so eine tolle Wanderung bringen wird.

Ganz herzlichen Dank gilt Bernd Schneider für das Organisieren dieser schönen Wanderung!