Landeswandertag 2019

Auf zu Geistern, Schlössern und Schluchten – 20 Kilometer Natur pur

Anlässlich der 1200 Jahrfeier von Rötenbach im Schwarzwald führte uns in diesem Jahr der Landeswandertag mit vier verschiedene Wanderrouten durch Teile der Wutachschlucht, durch die Rötenbachklamm und hinauf aufs Hörnle.

Noch etwas müde, aber schon sehr gespannt was uns an Landschaften und Highlights erwarten würde, fuhren wir um 6.15 Uhr mit dem Bus von Forbach ab zum großen Wandern.

Als wir auf der B 31 in Richtung Titisee-Neustadt fuhren, stockte bei vielen Fahrgästen erst einmal der Atem und die Müdigkeit war durch das Staunen über das, was uns die Landschaft gerade bot, wie weggeblasen. Neben der Fahrbahn lag Schnee, die Bäume waren mit einer Schneedecke überzogen und Nebel nahm uns die Aussicht auf schöne Aussichten in weiter Ferne. Wir ließen uns trotzdem nicht die Hoffnung nehmen, dass dieser Tag doch noch einer der schönsten werden könnte.

An der Benedikt-Winterhalder-Halle vom TuS Rötenbach angekommen, ging es dann auch gleich nach kurzer Anmeldung und dem Einpacken von Vitaminen in Form von Äpfeln und Bananen auf zur anspruchsvollen 20 Km Tour.

Vorbei an der mit modernster Technik ausgestatteten Wasserversorgung wanderten wir hinein in den Fürstenberger Wald. Dort erhielten wir von unserem Wanderführer Erich Einblicke in die alten Zeiten über das fahrende Volk, dem stillgelegten Holzwerk, der Saatschule sowie dem französischen Munitionslager. Entlang der Höllentalbahn, der Bahnverbindung zwischen Freiburg und Donaueschingen, erstiegen wir jetzt das 950 m hoch gelegene Hörnle.
Erich berichtete unterwegs von Geistern, die den Berg Hörnle verteidigten würden. Spannend lauschten wir seinen Erzählungen und waren sehr erschrocken, als plötzlich merkwürdige Wesen mit lautem Geschrei dem Wald entsprangen. Da hatten doch tatsächlich einige Geister vom Landeswandertag erfahren und wollten uns mit Tanz und Schnaps unsere Wandertour verfeinern.

Nach dieser tollen Einlage der Theaterspielgruppe vom Musical um Rötenbach ging es weiter durch den schönen Wald, immer wieder mit atemberaubenden Aussichten, zur Haslach Mündung. Die von Lenzkirch herkommende Haslach und von Neustadt kommende Gutach vereinen sich ca. 2 km oberhalb der Rötenbach Mündung und bilden ab ihrem Zusammentreffen die Wutach. Dort war erst einmal eine Rast für eine kleine Stärkung angesagt, um dann weiter durch eine überwältigende Urlandschaft aus hochaufragenden Felsen, rauschendem Wasser und Gesteinsschichten aus 300 Millionen Jahren Erdgeschichte zum Räuberschlössle zu gelangen. Das Wetter hatte es auch gut mit uns gemeint und sogar die Sonne ließ sich am Nachmittag blicken, um mit uns noch ein extra Schmankerle von Erich, den Wasserfall in der Rötenbach-Schlucht, zu genießen. Natürlich liesen wir vier Forbach die Gelegenheit zu einem spektakulären Bild über dem Wasserfall nicht aus.
Mit einem Blick über die Rötenbacher Wiesen hinweg, hatten wir eine geniale Sicht auf den verschneiten Feldberg, bevor wir über den Ameisenweg wieder im Wald verschwanden.
Am Jahnbrunnen erwartete uns ein weiters Schmankerl unseres Wanderführers Erich, als er uns nämlich mit einem Bier überraschte. Von dort aus gelangten wir dann recht vergnügt, mit dem Badner Lied auf den Lippen, über den Ameisenpfad und den Sportplatz zurück zum Ausgangspunkt um von dort aus mit dem Bus wieder die Heimreise anzutreten.

Einen großen Dank an Erich und Sabine, die uns kenntnisreich und mit viel Heimatliebe diese schöne Gegend nahebrachten und auch an den Veranstalter, der die lange Tour zum ersten Male mit ins Programm aufnahm.
Während der Heimfahrt wurde sich ausgiebig über die unterschiedlichsten Wanderungen ausgetauscht und mit einem kleinen Nickerchen der schöne Tag abgerundet.

Vielen Dank Heike Klingel für den schönen Bericht!

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